Bienen, Wespen und Hornissen können den einen oder anderen stören und manchmal sogar zu echten Plagegeistern werden. Doch in diesem Artikel betrachten wir die Tiere einmal von einer anderen Seite: Wir beschäftigen uns mit ihrem Nutzen und ihrer wichtigen Rolle in der Natur.
Bienen, Wespen und Hornissen begegnen uns besonders in den warmen Monaten fast überall in Bremen Während Bienen meist gern gesehen sind, sieht es bei Wespen und vor allem bei Hornissen oft anders aus. Dabei erfüllen alle drei wichtige Aufgaben in der Natur. Sie bestäuben Pflanzen, jagen andere Insekten und sind selbst Teil eines komplexen Ökosystems. Ein Nest am Haus, auf der Terrasse oder in unmittelbarer Nähe von Menschen kann trotzdem zum Problem werden. Entscheidend ist deshalb nicht nur, um welches Tier es sich handelt, sondern auch, wo es lebt und ob tatsächlich eine Gefahr oder Beeinträchtigung besteht. Nicht jedes Nest muss entfernt und nicht jedes vermeintlich gefährliche Insekt bekämpft werden.
Bienen – viel mehr als nur die Honigbiene
Wenn wir von Bienen sprechen, denken die meisten Menschen zunächst an die Westliche Honigbiene (Apis mellifera, Familie Apidae). Sie lebt in großen Völkern und ist als Honiglieferant und Bestäuber bekannt. Die Welt der Bienen ist jedoch wesentlich vielfältiger. Neben der Honigbiene gibt es zahlreiche Wildbienenarten, die ganz unterschiedliche Lebensweisen entwickelt haben. Dazu gehören beispielsweise die Rote Mauerbiene (Osmia bicornis, Familie Megachilidae) und die Dunkle Erdhummel (Bombus terrestris, Familie Apidae). Auch Hummeln sind also Bienen. Während Honigbienen große Staaten bilden, leben viele Wildbienenarten allein. Manche nutzen kleine Hohlräume, andere graben ihre Nester in den Boden.
Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist die Bestäubung von Blütenpflanzen. Dabei sollte man allerdings nicht den Eindruck erwecken, dass jede Pflanze auf Bienen angewiesen ist. Viele Pflanzen können sich ohne die Hilfe von Insekten vermehren. Gräser und wichtige Nutzpflanzen wie Weizen, Roggen oder Mais werden beispielsweise hauptsächlich durch den Wind bestäubt.
Bei vielen Obst- und Kulturpflanzen spielen Insekten dagegen eine wichtige Rolle. Apfelbäume, Kirschbäume, Erdbeeren und zahlreiche andere Pflanzen profitieren von Bienen, Hummeln und weiteren Bestäubern. Dabei übernimmt nicht allein die Honigbiene diese Arbeit. Gerade die Vielfalt unterschiedlicher Wildbienenarten ist für unsere Natur von großer Bedeutung. Deshalb können auch Umweltschutz und die Gestaltung des eigenen Gartens oder Vorgartens einen Beitrag leisten. Heimische Blühpflanzen, unterschiedliche Blütezeiten und geeignete Nistmöglichkeiten bieten Wildbienen Nahrung und Lebensraum. Ein möglichst naturnaher Garten hilft damit nicht nur den Bienen. Der Schutz von Bestäubern kommt letztlich auch uns Menschen zugute. Das gilt für den Obstbau genauso wie für den Hobbygärtner – und natürlich auch für diejenigen, die ihr Obst und Gemüse einfach im Supermarkt oder Discounter kaufen. Ein großer Teil unserer Lebensmittelproduktion profitiert direkt oder indirekt von der Arbeit natürlicher Bestäuber.
Wie wertvoll diese kostenlose Arbeit ist, zeigt ein Blick in Regionen, in denen Menschen bei der Bestäubung von Nutzpflanzen teilweise von Hand nachhelfen. Bekannt sind solche Verfahren beispielsweise aus bestimmten Obstanbaugebieten Chinas. Arbeiter übertragen dort Pollen von Blüte zu Blüte – eine aufwendige Arbeit, die natürliche Bestäuber normalerweise ganz nebenbei erledigen. Die Ursachen dafür sind allerdings komplex und lassen sich nicht allein auf einen Rückgang der Bienen zurückführen.
Bienen zu schützen bedeutet deshalb nicht nur Artenschutz. Es bedeutet auch, eine natürliche Leistung zu erhalten, von der Landwirtschaft, Gärten und letztlich wir alle profitieren.
Wespen – nützlich und manchmal trotzdem lästig
Auch Wespen haben ihren festen Platz im Ökosystem. Besonders bekannt sind die Gemeine Wespe (Vespula vulgaris, Familie Vespidae) und die Deutsche Wespe (Vespula germanica, Familie Vespidae). Gerade diese Arten begegnen Menschen häufiger am Esstisch, an süßen Getränken oder beim Grillen und haben damit wesentlich zum schlechten Ruf der Wespen beigetragen. Und manchmal können sie schlicht nerven: Sie fliegen hartnäckig um das Essen, das Getränk oder direkt vor dem Gesicht hin und her und lassen sich nicht so leicht vertreiben. Gerade wenn mehrere Wespen auftauchen, wird aus dem entspannten Essen im Freien schnell eine lästige Angelegenheit.
Aber Wespen sind keineswegs nur lästige Besucher. Viele Wespen erbeuten Fliegen, Mücken und andere Insekten, mit denen sie unter anderem ihren Nachwuchs versorgen. Damit helfen sie, andere Insektenbestände zu regulieren. Beim Besuch von Blüten können Wespen außerdem zur Bestäubung beitragen.
Problematisch kann es werden, wenn sich ein Wespennest unmittelbar am Haus oder an stark genutzten Bereichen befindet. Ein Nest neben dem Hauseingang, auf der Terrasse oder in der Nähe spielender Kinder muss anders beurteilt werden als ein Nest in einer abgelegenen Ecke des Gartens. Auch Allergien gegen Insektengift können bei der Einschätzung eine wichtige Rolle spielen. Wespen unterliegen in Deutschland gesetzlichen Schutzbestimmungen. Einige Arten genießen darüber hinaus einen besonderen Schutz. Ein Nest sollte deshalb nicht einfach auf eigene Faust zerstört oder entfernt werden. Ist ein Zusammenleben an der jeweiligen Stelle nicht möglich, sollte zunächst fachlich geklärt werden, um welche Art es sich handelt und welche Maßnahmen sinnvoll und zulässig sind.
Hornissen – große Wespen mit schlechtem Ruf
Die Europäische Hornisse (Vespa crabro, Familie Vespidae) ist unsere größte heimische Faltenwespe. Allein ihre Größe sorgt häufig für Unsicherheit. Hornissen sind jedoch keine Tiere, die Menschen grundsätzlich angreifen. Wie andere staatenbildende Wespen verteidigen sie allerdings ihr Nest, wenn sie sich dort bedroht fühlen.
Auch Hornissen sind nützliche Jäger. Sie erbeuten zahlreiche andere Insekten und tragen damit zur natürlichen Regulation ihrer Bestände bei. Ein Hornissennest an einer Stelle, an der Menschen kaum mit den Tieren in Kontakt kommen, muss daher nicht automatisch ein Problem darstellen.
Auch hier kann die Situation anders aussehen, wenn sich das Nest nahe beim Haus, einem häufig genutzten Balkon oder in unmittelbarer Nähe von Kindern befindet. Die Europäische Hornisse gehört in Deutschland zu den besonders geschützten Arten. Eingriffe in ein Nest dürfen deshalb nicht einfach eigenmächtig vorgenommen werden. Im Zweifelsfall sollte immer zuerst fachkundiger Rat eingeholt werden. Nehmen Sie dazu bitte Kontakt mit Clean-Concept-Bremen auf!
Eine besondere Rolle spielt inzwischen die Asiatische Hornisse (Vespa velutina, in Europa vor allem die Unterart Vespa velutina nigrithorax, Familie Vespidae). Sie stammt ursprünglich aus Asien und hat sich in Europa und mittlerweile auch in Deutschland ausgebreitet. Als invasive gebietsfremde Art wird sie anders bewertet als unsere heimische Europäische Hornisse. Auf sie gehen wir demnächst in einem eigenen Artikel ausführlicher ein.
Wenn aus einem Nützling ein Problem wird
Die Einteilung in „Nützling“ und „Schädling“ ist nicht immer eindeutig. Eine Wespe erfüllt in der Natur wichtige Aufgaben und kann gleichzeitig an einem ungünstigen Ort zur Gefahr oder erheblichen Belastung werden. Deshalb sollte die erste Frage nicht lauten: Wie werde ich die Tiere los? Sinnvoller ist zunächst zu klären, welche Art vorliegt, wo sich das Nest befindet und ob überhaupt gehandelt werden muss.
Clean Concept unterstützt Sie bei Fragen zu Bienen, Wespen und Hornissen in Bremen und dem angrenzenden Niedersachsen. Unsere Schädlingsbekämpfung beurteilt zunächst die Situation und klärt, welche Maßnahmen erforderlich, sinnvoll und unter Berücksichtigung der geltenden Schutzbestimmungen möglich sind. Ein professioneller Kammerjäger sollte schließlich nicht nur wissen, wie Schädlinge bekämpft werden, sondern auch erkennen, wann Tiere geschützt und besser in Ruhe gelassen werden. Auch die Umsiedlung von Nestern gehört zu den Dienstleistungen von Clean-Concept.
Sie haben ein Wespen- oder Hornissennest an Ihrem Haus oder auf Ihrem Grundstück entdeckt? Sie benötigen gegebenenfalls einen Kammerjäger? Sprechen Sie uns an. Clean Concept hilft Ihnen dabei, die Situation richtig einzuschätzen und eine passende Lösung zu finden.
Rufen Sie uns an und lassen Sie sich persönlich beraten: 0421 / 169 64 50
